Materialwahl
Entscheidend ist nicht der Raumname, sondern die tatsächliche Feuchtebelastung
Bei der Auswahl einer Sanitärtrennwand ist die Bezeichnung „WC“, „Umkleide“, „Dusche“ oder „Keller“ allein nicht ausreichend. Entscheidend ist, ob die Trennwand selbst regelmäßig mit Wasser in Kontakt kommt und wie hoch die dauerhafte Feuchtebelastung im Raum ist.
Für die Produktwahl bei ESTEX unterscheiden wir deshalb praktisch zwischen trockenen beziehungsweise normalen feuchten Innenbereichen und Bereichen mit direktem Wasserkontakt oder dauerhaft hoher Feuchte.
Serie TF
Trocken- und Feuchträume ohne direkten Wasserkontakt
Die Serie TF besteht aus 25 mm starken, beidseitig melaminharzbeschichteten Vollspanplatten. Sie ist für normale WC- und Sanitärbereiche vorgesehen, in denen kein direkter Wasserkontakt der Trennwände vorgesehen ist.
Praxis-Hinweis: Eine Dusche im gleichen Raum macht eine Trennwand nicht automatisch zur Nassraumtrennwand. Entscheidend ist, ob Spritzwasser die Platten tatsächlich erreicht und ob über längere Zeit eine ungewöhnlich hohe Raumfeuchte besteht.
Serie N
Nassräume, Duschbereiche und dauerhaft hohe Feuchte
Für Bereiche mit direktem oder regelmäßigem Wasserkontakt verwendet ESTEX die Serie N aus 13 mm HPL-Vollkernplatten. Typische Anwendungen sind Duschbereiche, Schwimmbadumgebungen und Sanitärbereiche mit dauerhaft hoher Feuchtebelastung.
Auch in Kellerräumen oder in räumlicher Nähe zu Durchgangsduschen kann die Serie N sinnvoll sein, wenn die Luftfeuchte dauerhaft deutlich über dem Niveau eines normalen WC-Raumes liegt.
Abgrenzung
Feuchtraum und Nassraum sind hier eine praktische Produktauswahl
Die Begriffe „Feuchtraum“ und „Nassraum“ können in verschiedenen technischen Regelwerken je nach Gewerk unterschiedlich verwendet werden. Die ESTEX-Einteilung auf diesen Seiten dient deshalb in erster Linie der Auswahl des geeigneten Trennwandmaterials. Für die konkrete Bauplanung bleiben die jeweils einschlägigen Vorschriften und Regelwerke des Projektes maßgeblich.